Vegan, vielseitig und aus Sojabohnen hergestellt. Tofu und Tempeh sind sich sehr ähnlich, doch es gibt auch einige Unterschiede. Tempeh ist ein fermentierter Sojakuchen aus Indonesien. Man stellt ihn aus Sojabohnen her, aber er lässt sich auch gut mit anderen Bohnen zubereiten. Tofu ist eine Art junger “Käse”, der aus geronnener Sojabohnenmilch hergestellt wird. Schauen wir uns an, worin genau die Unterschiede bestehen.

Tofu

Tofu

Produktion

Tofu und Tempeh werden auf unterschiedliche Weise hergestellt. Tofu wird aus Sojamilch hergestellt. Eigentlich ist es eine Art Käse, denn er besteht aus den festen Bestandteilen der Sojamilch. Zur Herstellung wird gekochter Sojamilch einfach ein Gerinnungsmittel zugesetzt. Tempeh wird durch Zugabe der Pilze Rhizopus Oligosporis und Rhizopus Oryzae zu gekochten Sojabohnen hergestellt. Dieser Pilz verwandelt den Zucker in den Sojabohnen in eine kuchenartige Masse. Sie können diese Pilze in 1 handlichen Starter bei startercultures.eu kaufen, dem europäischen Webshop für Hobbygärungsspezialisten.

Tofu ist von einheitlich weißer Farbe und hat normalerweise die Form eines Blocks oder kleinerer Würfel. Die Festigkeit hängt davon ab, wie viel Wasser enthalten ist. In Supermärkten finden Sie immer sehr feste Würfel. Tempeh hat eine weiß-braune Farbe und wird meist in Form eines dicken Kuchens oder Kekses angeboten.

“Der Geist ist wie Tofu. Er schmeckt wie das, worin man ihn mariniert.”-Sylvia Boorstein

Geschmack und Nährwert

Die daraus resultierenden Produkte haben ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Tempeh hat mehr Eigengeschmack. Er ist etwas nussig, so dass man ihn zum Beispiel zu einem feinen Burger verarbeiten kann. Tofu hat einen recht neutralen Geschmack. Daher lässt sich dieses Sojaprodukt gut marinieren und kann für alle Arten von Gerichten verwendet werden. Tofu absorbiert Aromen sehr gut. Tofu an sich hat eine weiche Textur, während Tempeh mehr Biss hat. Wenn Sie Tofu kurz backen, wird er außen schön knusprig und innen weich. Wenn Sie den Tofu länger kochen, wird er knusprig. Das erfordert etwas Geduld, denn das Wasser im Tofu ist nicht einfach weg. Wenn Sie Tofu in der Pfanne braten, können Sie ihn eine Weile brutzeln lassen. In einem Wok geht es schneller, aber man muss regelmäßig umrühren, damit alle Würfel mit der heißen Pfanne in Berührung kommen. Wenn Sie knusprigen Tofu mögen, hilft es, ihn vorher in unregelmäßige Stücke zu reißen und eine dünne Schicht Maisstärke zu verwenden.

Tempeh

Tempeh

 

Tempeh fühlt sich von selbst fester an und wird in der Pfanne auch schneller knusprig. In der trockenen Luft der Heißluftfritteuse geschieht dies sehr schnell. Tempeh liefert mehr Energie, Proteine, Kohlenhydrate und Fette als Tofu. Besonders auffällig ist jedoch die Menge der Fasern in Tempeh. Das macht dieses Sojaprodukt besonders nahrhaft und gesund. Durch den Fermentationsprozess ist Tempeh leichter verdaulich als Tofu, und auch der hohe Ballaststoffgehalt ist dabei sehr hilfreich. Sowohl Tofu als auch Tempeh enthalten viele Mineralstoffe in unterschiedlichen Mengen. Für Kalium und Zink ist Tempeh die beste Wahl. Kalium wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus und Zink spielt eine Rolle für unser Immunsystem. Tofu enthält mehr Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen als Tempeh. Diese Mineralien sind gut für unsere Knochen, Muskeln und unser Energieniveau. Tempeh enthält übrigens viel Provitamin A und auch Folsäure. Diese Vitamine, wie auch Zink, sind gut für unsere Immunität.

Sowohl Tofu als auch Tempeh sind reich an Nährstoffen, und beide sind gute Proteinquellen. Der fermentierte Tempeh gewinnt jedoch aufgrund seines Gehalts an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitaminen und ist daher etwas gesünder als Tofu. Außerdem ist es leichter zu verdauen und schmackhafter. Aber beides sind gesunde und nahrhafte vegane Beilagen!